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Kassetten-BASIC des IBM PC und IBM PCjr

Der IBM PCjr verfügte auch über einen Anschluss für einen Kassetten-Rekorder. Diese Möglichkeit, Daten zu speichern, war bei diversen Home-Computern wie dem C64 und anderen aus Kostengründen eine viel genutzte Variante. Beim PCjr indes konnte sie sich nie durchsetzen: Einzig eine Diagnose-Kassette von IBM ist erschienen.

Gleichwohl ist der PCjr - wie auch der originale IBM PC (sowie seine Nachfolger, bis hin zu den ersten PS/2-Geräten) - mit einem Cassetten-BASIC ausgerüstet, das automatisch startet, wenn sich kein Boot-Datenträger findet.

Das Cassetten-BASIC stammt von Microsoft - die Redmonder sind mit BASIC-Dialekten für zahllose Computer der damaligen Zeit zu einiger Berühmtheit gekommen. Das Cassetten-BASIC ermöglicht dem Namen entsprechend lediglich das Speichern und Laden von Programmen über Kassetten.

Die Nutzung von Kassetten wurde intern über den Interrupt 15h realisiert - dieser ermöglichte die Steuerung des Kassetten-Rekorders zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Daten. Dabei standen vier Funktionen bereit:

AH Funktion
00h Start des Motors des Kassettenlaufwerks
01h Stopp des Motors des Kassettenlaufwerks
02h Lese Daten-Blöcke von der Kassette
03h Schreibe Daten-Blöcke auf die Kassette

Der Interrupt 18h startet übrigens - ein entsprechendes ROM vorausgesetzt - ohne weitere Parameter das Kassetten-BASIC.

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